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michaelphilipp Oct 24, 2018 01:34 PM
Sehr geehrte Damen und Herren!

Durch Klimaschutz und die Umstellung unseres Energiesystems auf erneuerbare Energien geht Österreich einen großen Schritt in Richtung Energieautarkie und sorgt gleichzeitig für nachhaltiges Wirtschaftswachstum durch green jobs.

So geht es weltweit darum, dass wir Menschen glauben, den Klimawandel steuern können.
Angeblich lässt sich das durch Verminderung des CO2-Ausstoßes, den die Menschheit verursacht hat, bewerkstelligen.
Unbestritten ist für mich, dass sich die Erdatmosphäre erwärmt.
Für mich stellt sich die Frage, wie hoch ist der Erderwärmungs-Anteil, den die Menschheit verursacht?
Bis heute habe ich von keinem der 8 angeschriebenen deutschsprachigen Umweltinstitute eine plausible physikalische Erklärung hinsichtlich der CO2-Problematik erhalten.
Deshalb wende ich mich an Sie.
Alle Institute berufen sich auf irgendwelche wissenschaftliche Gutachten, die sehr abstrakt und umstritten sind.
Auch kein Wissenschaftler liefert den wissenschaftlichen Beweis – d.h. jeder Zeit sollte das Ergebnis eindeutig und reproduzierbar sein -, dass der Mensch mit seinen 4 zusätzlich erzeugten CO2-Molekülen von 100.000 Molekülen in der Luft die Katastrophe der Erderwärmung ausgelöst hat.
Die Vermutungen dazu sind sehr vage und sehr zahlreich.
Allein die Natur liefert mehr als den 10-fachen CO2-Anteil als den der Menschen. Von der Wissenschaft wird uns empfohlen, mit unserem 6%-CO2-Anteil die Welt vor ihrer steigenden Erwärmung zu retten.
In der Erdgeschichte gab es ohne der Menschen bei wesentlich höheren CO2-Konzentrationen keine Erderwärmung und umgekehrt.
Im 13. Jahrhundert war die Erderwärmung un 2 Grad höher ohne Industriezeitalter!

Zum Thema Klimawandel durch CO2 habe ich einige Fragen, Der momentane Anstieg der mittleren Erdtemperatur ist sicherlich unbestritten. Die Ursachen für die Klimaerwärmung sind mannigfaltig (insbesondere durch pulsierende Sonnenaktivitäten, Vulkanausbrüche auf Land oder in Meerestiefen, Rodung und Brandrodung der Wälder, ( dadurch Verlust von Schatten- und Wolkenbildung), angeblich aber auch durch zunehmenden CO2-Ausstoß von Natur und Menschen etc..
Angeregt durch die aktuellen internationalen Klima-Diskussionen auf Konferenzen und durch die Medien, mit den Aufforderungen der Experten an die Menschen die Reduzierung von CO2, da diese angeblich die Hauptursache für die Klimaerwärmung ist, habe ich mir die offizielle Zusammensetzung der Luft angeschaut
(siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Luft).
Als Luft bezeichnet man das Gasgemisch der Erdatmosphäre. Trockene Luft besteht hauptsächlich aus den zwei Gasen Stickstoff (rund 78,08 Vol.-%) und Sauerstoff (rund 20,95 Vol.-%). Daneben gibt es noch die Komponenten Argon (0,93 Vol.-%), Kohlenstoffdioxid (0,04 Vol.-%) und andere Gase in Spuren.
Das ergibt 99,96% ohne den CO2-Anteil.
Wie kann ich mir schlüssig und auf einfache Weise erklären, dass ein verschwindend kleiner Anteil von CO2-Molekülen mit nur ca. 0,04% Volumenanteil in der Luft maßgeblich an der viel diskutierten Erderwärmung verantwortlich ist ?
Um sich die Größenordnung bildlich vorzustellen, würde das folgendes bedeuten, dass von ca. 100.000 Molekülen in der Luft nur ca. 40 Moleküle aus CO2 bestehen.
Und von diesen 40 (vierzig) CO2-Molekülen trägt der Mensch maximal 6-10 % bei.
Das bedeutet wiederum, dass von den 100.000 Molekülen in der Luft nur 4 (vier) CO2-Moleküle durch den Menschen erzeugt wurden.
Demnach beträgt der Anteil von Menschen erzeugte CO2-Molekülen maximal ca. 0,004% Volumenanteile. Die anderen 90-94% CO2-Moleküle erzeugt die Natur, auf die wir ohnehin keinen Einfluss haben!
Wir wollen mit unserem von Menschen erzeugten CO2-Anteil von 0,004% auf das Klima einwirken, oder sogar die Welt retten?
Mir scheint diese Zielsetzung sehr ambitioniert, rührend, sehr überheblich und auch ein wenig arrogant, wenn man die prozentualen Verhältnisse betrachtet von Mensch zur Natur).

Meine Kernfrage an Sie lautet:
Welches physikalische oder thermodynamische Gesetz bewirkt, dass die 4 (vier) vom Menschen erzeugten CO2-Moleküle auch den Rest
- es sind im Verhältnis ca. 100.000 Moleküle in der Luft – maßgeblich erwärmen und dadurch die Erderwärmung in die Höhe treibt ?
Dazu ein anschauliches Beispiel zum Größenvergleich:
Man nehme einen Hebelarm mit einer Länge von 100 Metern.
Die Länge beträgt demnach 100.000 mm.
Auf jeden Millimeter befindet sich ein Luftmolekül.
Die letzten 40 Millimeter sind die CO2-Moleküle.
Die allerletzten 4 Moleküle sind die von Menschen erzeugten Moleküle.
Die Wissenschaftler behauptet nun - um bei dem Beispiel zu bleiben -, dass durch Verlängern oder verkürzen des Hebelarmes von 4 mm die Temperatur auf unserer Erde zu steuern ist.
Dazu habe ich an Sie eine Grundsatzfrage.

Gegenfrage:
Kann es sein, wenn es im Extremfall keine Menschen gäbe, dass durch die 4 (vier) fehlenden CO2-Moleküle von 100.000 Molekülen die mittlere Erdtemperatur wieder sinkt oder im natürlichen Bereich konstant bleibt?
Bis heute fehlt bei der Betrachtung der Erdgeschichte der wissenschaftliche Beweis, dass bei jeder vorlaufende CO2-Erhöhung stets auch eine Temperaturerhöhung der Atmosphäre nach sich zieht.
Die physikalische Erklärung sollte möglichst auf einfache Weise verständlich sein, damit sie der auch der Laie versteht.

Zusammenfassend:
8 (Acht) Umweltinstitute habe ich um eine plausible Antwort gebeten.
Welches physikalische oder thermodynamische Gesetz bewirkt,
dass bei 100.000 Molekülen in der Luft
die 4 (vier) vom Menschen erzeugten CO2-Moleküle
maßgeblich die Erderwärmung in die Höhe treibt?
Alle haben sich auf irgendwelche wissenschaftliche Gutachten bezogen.

Ein Beispiel als Antwort/Auszug vom Umweltbundesamt Dessau wortwörtlich:
„…. dass auch Substanzen in geringen Konzentrationen eine große Wirkung haben können,
wie u.a. am Beispiel starker Schlangengifte deutlich wird.“

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Dipl. Ing. Michael Philipp
Kirchhamerstr. 26
A-5751 Maishofen
Tel./Fax: +43/ (0)6542/68402
e-mail: landhaus-saalachau@sbg.at

Replies (1)
EEA Oct 29, 2018 04:21 PM
Sehr geehrter Herr Philipp,

Vielen Dank für Ihr Interesse an dem wichtigen Thema des globalen Klimawandels.

Die Grundlagen der Klimawissenschaft sind in tausenden wissenschaftlichen Ausfsätzen und Textbüchern gut erklärt. Diese werden regelmäßig durch den Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zusammengefasst, zuletzt im Bericht „Climate Change 2013“ (http://www.ipcc.ch/report/ar5/wg1/). Die IPCC-Berichte und der Großteil der zugrunde liegenden Literatur sind in englischer Sprache geschrieben. Die Zusammenfassung für Entscheidungsträger liegt aber dank guter Zusammenarbeit deutscher, österreichischer und schweizerischer Experten auch in deutscher Übersetzung vor (http://www.ipcc.ch/[…]/ar5-wg1-spm.pdf).

Eine recht brauchbare deutschsprachige Übersicht über den Kohlendioxid (CO2) in der Erdatmosphäre findet sich in Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wi[…]stieg_der_CO2-Konzentration). Dort könne Sie beispielsweise sehen, dass die natürliche CO2-Konzentration in der Atmosphäre über viele Hunderttausende von Jahren zwischen 180 und 280 ppm schwankte, im Vergleich mit einer heutigen CO2-Konzentration von 407 ppm. Gegenüber dem oberen Rand des natürlichen Schwankungsbereichs hat sich die CO2-Konzentration also schon um fast 50 % erhöht. Dies steht in direktem Gegensatz zu Ihrer Behauptung, dass nur 10 % der atmosphärischen CO2-Konzentration aus menschlichen Quellen stammen.

Frau Eunice Foot hat erstmals in 1856 vor einer renommierten Wissenschaftskonferenz in den USA den Treibhausgaseffekt von CO2 experimentell nachgewiesen (http://www.climatechangenews.com/[…]/, https://books.google.co.uk/[…]Rays%22%20foote&f=false). Dieser beruht auf der selektiven Absorption von Wärmestrahlung bestimmter Wellenlängen. Für weitere Erläuterungen verweise ich Sie auf die wissenschaftliche Originalliteratur der letzten 160 Jahre oder die oben angegebenen Zusammenfassungen.

Ihre „Gegenfrage“ eines hypothetischen Szenarios, in dem alle menschlichen Treibhausgasemissionen abrupt stroppen, wurde bereits vielfach wissenschaftlich untersucht. Kurz gesagt, würden die mittlere Erdtemperatur in einem solchen Szenario nach einigen Jahrzehnten wieder sinken, allerdings nicht auf den vorindustriellen Wert. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel 10.7 Long Term Climate Change and Commitment (https://www.ipcc.ch/[…]/ch10s10-7.html) des oben genannten IPCC-Berichtes. Eine jüngere Fachveröffentlichung zu diesem Thema finden Sie in Nature Climate Change hier (http://www.nature.com/articles/nclimate3357).

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Europäische Umweltagentur
 
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